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Mit dem Elektroauto nach Afrika

Ich bin mit einem Elektroauto, das eine durchschnittliche Reichweite von rd. 200 km hat, von Österreich bis an den Rand der Wüste in Marokko gefahren und habe dabei an der Rallye RIVE MAROC teilgenommen – und sie gewonnen. Nicht alles lief nach Plan, doch gravierende Probleme blieben aus.

Als begeisterter Elektroautofahrer und in diesem Bereich tätiger Unternehmer wollte ich zeigen, was mit leistbaren Elektroautos - abseits von Tesla - bereits jetzt möglich ist und wo es Verbesserungspotential gibt.
Eckdaten
- Reisedauer: 19 Tage, 3. bis 21. Oktober 2017
- Fahrzeug: Hyundai Ioniq Elektro, Bj. 2017, Reichweite NEFZ 280 km, real ca. 200 km
- Gefahrene Strecke: Von Oberösterreich in die Schweiz und über vier Gebirgspässe nach Frankreich bis ans Meer. Entlang der spanischen Ost- und Südküste bis zum südlichsten Punkt Europas. Mit der Fähre nach Tanger. In Marokko nach Casablanca und Marrakesch (André Hellers Anima Park), über den Tichka-Pass (2.260 m) im Hohen Atlas bis in die Solarhauptstadt Ourzazate (Solarkraftwerk Noor). Rückfahrt bis Tanger über dieselbe Strecke. Fähre von Tanger nach Genua und von dort wieder mit dem Auto nach Oberösterreich.
- Mit dem Auto zurückgelegte Distanz: 5.583 km
- Anzahl der Ladungen: 48, davon 26-mal an öffentlichen Schnellladern (CCS 50 kW)
- Stromverbrauch: 687 kWh (auf Diesel umgerechnet 69 Liter)
- Durchschnittsverbrauch: 12,3 kWh/100 km (auf Diesel umgerechnet 1,2 l/100km)
- Kosten für Laden: unter 100 Euro
- Längste gefahrene Strecke zwischen Ladestationen: 331 km (Verbrauch: 6,8 kWh/100km)
- Höchster Verbrauch: 21,1 kWh/100km zwischen Bozen und Brenner Passhöhe
Zusammenfassung
In Mitteleuropa ist die öffentliche Ladeinfrastruktur bereits sehr gut ausgebaut. Entlang der Hauptstrecken gibt es ausreichend Schnelllader, sodass die Strecken Oberösterreich-Barcelona und Genua-Oberösterreich problemlos bewältigt werden konnten.Verbesserungspotential besteht hier insbesondere in der Vereinfachung der Bezahlmethoden. Eine Vielzahl an Ladekarten musste im Vorfeld besorgt werden. 
Im südlichen Spanien wird das Netz an Ladestationen deutlich dünner. Hier musste ich mir mit dem Laden an Campingplätzen oder Hotels behelfen.
Marokko verfügt über praktisch keine öffentliche Ladeinfrastruktur. Das Organisationsteam der RIVE MAROC stellte in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern punktuell eine leistungsfähige Stromversorgung zur Verfügung. Das funktionierte zum Teil sehr gut, zum Teil weniger. Besonders die Rückfahrt war eine gewisse Herausforderung.
Die Verkehrsmittel bis hin zum Eselkarren, der Verkehr an sich, die Lebensweise und die Landschaft in Marokko sind ein besonderes Erlebnis. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und es gibt einige Initiativen den Umweltschutz voranzubringen. Ladestationen entlang der Autobahn sind für 2018 geplant.
Medien #soomtoafrica
Rund um die Reise habe ich u.a. auf www.facebook.com/yousoom insgesamt 84 Statusmeldungen mit Foto gepostet, die 19.200 Personen erreicht haben, sowie fünf Videos mit 1.400 Zugriffen. Auf nachrichten.at habe ich während der Reise Blog-Artikel verfasst: Planung ist alles, Kraftvoll und leise über vier Gebirgspässe, Nerven bewahren, Welches konventionelle Auto schafft so etwas?, Land der Kontraste, Am Rande der Wüste, Unter Strom. Weitere Medienberichte erschienen in verschiedenen österreichischen und deutschen Zeitungen, gedruckt und/oder online, zB. Gschwandtner gewann Rallye für Elektroautos in Marokko, Manchmal war’s anstrengend. Im Anschluss an die Reise gab bzw. gibt es bisher 8 Vorträge.
 
Über mich
Seit mehr als 15 Jahren bin ich Berater für Energieeffizienz und unterstütze vorwiegend Unternehmen dabei, wie sie Energie sparsam und umweltfreundlich einsetzen können. 2015/16 verlegte ich meinen Fokus auf Elektromobilität, absolvierte eine entsprechende Ausbildung und beantworte nun für Unternehmen und Gemeinden die verschiedensten Fragen, die bei der Anschaffung von Elektroautos und der Errichtung von Ladestationen auftauchen. Weiters betreibe ich einen Webshop für Ladestationen und Ladekabel.
Ich lebe mit meiner Familie in der Nähe von Gmunden am Traunsee (Oberösterreich) in einem Passivhaus und genieße die Nähe von Bergen und Seen. Seit zwei Jahren fahre ich ein Elektroauto, derzeit einen Hyundai Ioniq und davor einen Nissan eNV200. Eine Rückkehr zu Diesel oder Benzin kommt nicht mehr in Frage, ich liebe das Gefühl von soom - der lautlosen und kraftvollen Beschleunigung.
Es ist mir ein Anliegen das Thema Elektromobilität in die Breite zu bringen und die interessierten Menschen umfassend zu informieren. Aktuell plane ich verschiedene Aktionen in meiner Umgebung.
   
 
Kontakt
Kurt Krautgartner
Lärchenweg 1, 4816 Gschwandt bei Gmunden
+43 699 18228264
kk@yousoom.com